In einem politischen Planspiel der Berliner Agentur Planpolitik schlüpften die Teilnehmenden in die Rollen von Mitgliedern des Europäischen Parlaments. Als fiktive Abgeordnete verschiedener Fraktionen – von der Fraktion der Linken (GUE/NGL) bis zur Europäischen Volkspartei (EVP) – erarbeiteten sie Positionen zu zwei konkreten Gesetzesvorschlägen der Europäischen Kommission: der Kennzeichnungspflicht für Deep Fakes und der Herausgabe von Nutzerdaten bei Hate Speech.
Die Schüler*innen erlebten dabei hautnah, wie europäische Gesetzgebung im sogenannten Institutionendreieck aus Europäischem Parlament, Rat der EU und Europäischer Kommission entsteht. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten kontrovers, suchten Kompromisse und stimmten am Ende über Gesetzesartikel ab – ganz wie echte Parlamentarier*innen.
Hintergrund der Simulation waren aktuelle Zahlen zur Medienrealität: 83 Prozent der EU-Bürger*innen betrachten Desinformation als Gefahr für die Demokratie, und 89 Prozent der jungen Erwachsenen in der EU geben an, regelmäßig mit Desinformation konfrontiert zu werden.
Das Planspiel fand im Rahmen der Europawochen statt, mit denen das Berufskolleg Geldern politische Bildung und europäisches Bewusstsein aktiv in den Schulalltag integriert.

