Gärtnerklassen erleben den Klimawandel
- Satellitenaufnahmen zur Klimawandel
Vom Klimawandel hört man immer wieder in den Medien, ob Klimakonferenzen oder neue Energiegewinnungen, es ist ein niemals endendes Thema. Doch wer weiß wirklich, was alles dahinter steckt.
Um dies den Unter- und Mittelstufen zu verdeutlichen, kam am 14. und 15. November 2011 Herr Geisler im Auftrag von geoscopia nach Straelen. In einem spannenden Vortrag referierte er über die Mitteltemperatur der Welt und wie sich diese in den letzten Jahren verändert hat.
Dass die Erde in den letzten zwanzig Jahren um gerade mal ein Grad wärmer geworden ist, hätte keiner der Zuhörer gedacht. Wodurch diese Erwärmung zustande kommt, konnten sich die meisten allerdings vorstellen. Der CO² Ausstoß, der durch Industrie und Pkw-Verkehr stets immer weiter steigt, ist wohl der bekannteste Faktor, doch auch durch unsere Lebensweise steigt die Temperatur der Erde. Z.B. essen die Deutschen immer mehr Fleisch, doch die hierzu benötigten Tiere produzieren ca. 150x mehr Methan am Tag als der Mensch. Generell fördern wir durch unseren Konsum immer mehr die Klimaerwärmung, denn selten greifen wir im Supermarkt zu regionalen und saisonalen Produkten, sodass die von uns gekaufte Ware oft mehrmals um die Welt geflogen wird, ehe wir sie kaufen.
Diese Ausführungen waren schon sehr informativ, doch auch welche Auswirkungen die Klimaerwärmung auf die Natur hat, stellte Herr Geisler sehr eindrucksvoll dar. Er hatte eine Satellitenschüssel aufgebaut, um uns aktuelle Bilder eines um die Welt kreisenden Satelliten zu zeigen. Wir konnten die aktuelle Wettersituation in Europa sehen und welche Temperatur wo auf der Erde herrscht.
Anschließend wurden uns Satellitenaufnahmen präsentiert, die zeigten, wie der Südpol in den letzten zehn Jahren abgeschmolzen ist. Niemand von uns hatte zuvor solche Bilder gesehen. Auch war es sehr interessant, das Ausmaß der täglichen Waldrodung von 65 ha weltweit aus der Vogelperspektive zu betrachten.
Allen wurde aufgezeigt, wie schnell sich das Klima verändert und wie drastisch die daraus resultierenden Folgen sind. Wie die Klimaerwärmung schnell zu stoppen ist, konnte uns auch Herr Geisler nicht sagen, jedoch wies er darauf hin, dass jeder dazu beitragen kann, dass sie langsamer voranschreitet als bisher. Ein kleiner Anfang wäre es, wenn jeder mehr auf die Herkunft der Produkte achten würde, die er kauft, sodass weniger Ware um den Globus gefahren, geflogen und/oder geschifft wird.
Wenn also jeder Mal ein bisschen darüber nachdenken würde, wie er der Umwelt schadet und nur etwas an seinem Lebensstil ändert, dann könnte die Erwärmung wenigstens verlangsamt werden.
Tobias van Loon, GBG 11

